Reise Berichte Afrika
Afrika ist mit einer Fläche von 30,3 Millionen km² (22 % der
gesamten Landfläche der Erde) nach Asien der zweitgrößte
Kontinent und ungefähr dreimal so groß wie Europa.
Im Altertum bezeichnete Africa nur das Gebiet des heutigen
Tunesien, der Kontinent wurde Libyen oder auch Die Hölle
genannt. Der Name wurde vom römischen Senator und Feldherrn
Scipio Africanus (Eroberer Karthagos) erstmals verwendet und
könnte von einem einheimischen Stamm abgeleitet sein oder auf
dem phönizischen afar („Staub“), dem griechischen aphrike
(„unkalt“), dem lateinischen aprica („sonnig“) oder dem
lateinischen Wort Afer (Plural: Afri) beruhen, was soviel wie
„Afrikaner, Punier“ bedeutet.
Gewässer
Der längste Strom Afrikas und zugleich der längste der Erde ist
der Nil mit 6.671 km. Er mündet in das Mittelmeer.
Am Oberlauf des Nils liegt der Viktoriasee (68.870 km²), der
größte See Afrikas und nach dem Kaspischen Meer und dem Oberen
See der drittgrößte See der Erde.
Der zweitlängste Fluss Afrikas und der wasserreichste des
Kontinents ist der Kongo mit 4.374 km. Er mündet in den
Südatlantik.
Ein rechter Nebenfluss des Kongos ist die rund 350 km lange
Lukuga, der einzige Abfluss des ostafrikanischen Tanganjikasees.
Dieser ist mit 1.470 m nach dem Baikalsee (Sibirien) der
zweittiefste See der Erde.
Der Niger ist nach dem Nil und dem Kongo mit 4.184 km Länge der
drittlängste Fluss bzw. Strom in Afrika. Nach Verlassen des
Kainji-Stausees mündet der Niger in den Südatlantik. Sein
Einzugsgebiet beträgt 2.261.763 km².
Der Sambesi mit 2.736 km ist der viertlängste Fluss in Afrika
und der größte afrikanische Fluss, der in den Indischen Ozean
fließt. Das Einzugsgebiet umfasst 1.332.574 km², was etwa der
Hälfte des Nil-Einzugsgebietes entspricht.
Der Malawisee mit 29.600 km² zählt mit 706 m zu den tiefsten
Seen in Afrika. Sein Abfluss ist der Shire-Fluss, der nach 402
km in den Sambesi mündet.
Geologie
Im Norden Afrikas zieht sich das Atlas- oder Maghreb-Gebirge
durch die Staaten Marokko, Algerien und Tunesien, das zusammen
mit den Alpen im Zuge der Annäherung der afrikanischen an die
eurasische Platte entstanden ist.
Durch den Osten Afrikas zieht sich der Große Afrikanische
Grabenbruch, welcher die Fortsetzung des Grabenbruchs unter dem
Roten Meer ist und auf eine Abspaltung des Horns von Afrika und
Arabiens vom Rest Afrikas hindeutet. Der dabei entstehende
Vulkanismus hat unter anderem das Kilimandscharo-Massiv, das
höchste Bergmassiv Afrikas, das Ruwenzori-Gebirge und das
Mount-Kenya-Massiv geschaffen. Im weiteren Verlauf des
Grabenbruchs liegen Rudolfsee, Kiwusee, Tanganjikasee und
Malawisee sowie der Unterlauf des Sambesi.
Reisen nach Afrika
Afrika ist ein sehr interessantes Land.
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Klima und Natur
Durch seine Lage beiderseits des Äquators und seine kompakte
Form besitzt Afrika die größte zusammenhängende Landmasse der
Tropen. 75 % der Fläche Afrikas liegen innerhalb der
Wendekreise, die die mathematische Tropengrenze bilden. Der
größte Teil Zentral- und Westafrikas ist von tropischem
Regenwald bedeckt; das Kongobecken ist nach Amazonien das
zweitgrößte Regenwaldgebiet der Erde. Um die Wendekreise sind
große Wüsten entstanden; die Sahara im Norden wird nur durch die
Flussoase des Nils unterbrochen, im Süden befinden sich die
Namib als Nebelwüste und die Kalahari als Trockensavanne.
Südlich der Sahara (Sahelzone) und in Ostafrika bis Südafrika
hinunter befinden sich riesige Savannengebiete. Im Bereich
zweier jährlicher Niederschlagsmaxima breiten sich die
Trockenwälder und Feuerökosysteme aus, beispielsweise Mopane,
Miombo oder Chipya-Vegetation. Südostafrika ist durch den
Einfluss des Monsun und die großen Täler von Sambesi und Limpopo
fruchtbarer.
Städte
Die größte Stadt Afrikas ist Kairo (Ägypten) mit 15.707.992
Einwohnern, danach folgt Lagos (Nigeria) mit 11.153.863
Einwohnern; die drittgrößte Stadt des Kontinents ist Kinshasa
(Demokratische Republik Kongo) mit 8.096.254 Einwohnern.
Bevölkerung
Afrika hat 848,65 Millionen Einwohner (Stand 2005)[1]. Der
bevölkerungsreichste Staat ist Nigeria mit knapp 140 Millionen
Einwohnern. Der bevölkerungsärmste Staat sind die Seychellen mit
80.000 Einwohnern.
Siehe auch: Bevölkerungszahlen afrikanischer Staaten und ihrer
Hauptstädte
Ethnien
Im Norden Afrikas lebten schon Jahrtausende vor der Ankunft der
Araber um das 7. Jahrhundert herum berberische Völker. Diese
leben seitdem vor allem in den gebirgigen Regionen des Maghreb,
wo sie vor den arabischen Invasoren Zuflucht fanden, um sich im
Laufe der folgenden Jahrhunderte aber deutlich mit jenen zu
durchmischen und eine eigene maghrebinische Kultur zu schaffen,
die einige Unterschiede zur übrigen arabischen Welt aufweist,
beispielsweise in der Sprache. Auch die Völker Nordostafrikas,
wie z.B. die Amharen sind semitische Völker. Südlich der Sahara,
die von den nomadisierenden Tuareg bewohnt ist, leben einige
Tausend verschiedene schwarzafrikanische Völker. Von den
westafrikanischen sind die Mande- und Voltaic-Völker zu nennen.
Hausa und Yoruba leben im östlichen Westafrika, Wolof und Fulbe
im westlichen Teil. In Zentral- und Ostafrika sind die Bantu
beheimatet, eine aus zahlreichen Völkern bestehende Gruppe. Die
Khoisan-Völker zählen zu den am längsten in Afrika ansässigen
Ethnien. Größte Gruppe von im Zuge der Kolonialisierung
eingewanderten Menschen sind die Buren in Südafrika. Moderne
Migrationsbewegungen haben Libanesen nach West- sowie Inder und
Chinesen nach Ostafrika gebracht.
Siehe auch: Liste der afrikanischen Völker
Sprachen
Hauptartikel: Afrikanische Sprachen
Insgesamt gibt es über 2000 eigenständige afrikanische Sprachen
von denen rund 50 als größere Sprachen gelten, die jeweils von
über einer Million Menschen gesprochen werden. Einige der
wichtigsten afrikanischen Sprachen sind Swahili, Igbo, Hausa und
Fulbe. Die ehemaligen Kolonialsprachen Englisch, Französisch,
Portugiesisch, Spanisch, Italienisch und Deutsch, Niederländisch
(Afrikaans) werden vielerorts noch heute gesprochen.
Zu den afroasiatischen Sprachen gehören Arabisch, Hausa und
Amharisch, zu den nigerkordofanischen Sprachen zählen Bambara,
Swahili, Wolof, Yoruba und Zulu. Die Khoisan-Sprachen werden von
den gleichnamigen Völkern im Südlichen Afrika gesprochen;
charakteristisch für sie sind Klicklaute. Auf Madagaskar werden
Austronesische Sprachen wie Malagasy, Howa (Dialekt des Merina)
und andere Merina-Dialekte gesprochen.